Bürgerentscheid am 8.9. - Gehen Sie bitte zur Wahl!

Erstmals kommt es in unserer Römerstadt Zülpich zu einem Bürgerentscheid.

Als bekannte Anhänger direkter Demokratie freuen wir uns sehr über diese Entwicklung. Wir bedanken uns bei den Initiatoren des Bürgerbegehrens, die gegen viele Widerstände diese Abstimmung möglich gemacht haben.
Jetzt kommt es auf Sie an, liebe Bürgerinnen und Bürger: Nutzen Sie die (bisher) einmalige Chance, eine wichtige Sachentscheidung für unsere Stadt direkt mitzuentscheiden.

Am 8. September geht es um die Frage, ob die Grundschule Füssenich erhalten bleiben soll.
Die JA-Fraktion hat bei allen Abstimmungen im Schulausschuss und Rat gegen eine Schließung der Schule gestimmt, da wir uns für den Erhalt aller Grundschulen im Stadtgebiet ausgesprochen haben.
Nun ist es aber Ihre Entscheidung und wir stellen Ihnen beispielhaft die möglichen Auswirkungen der beiden Alternativen dar:
Wenn Sie JA ankreuzen, stimmen Sie für den Erhalt der Grundschule Füssenich.
Sie setzen ein Zeichen gegen das schleichende Sterben unserer Ortschaften, für das Einfordern des Versprechens „Kurze Beine, kurze Wege“ und erkennen das große Engagement vieler Menschen für diese Schule an.
Wenn Sie NEIN ankreuzen, stimmen Sie für die Bestätigung des Ratsbeschlusses und damit für die Schließung der Grundschule Füssenich.
Sie folgen damit den Argumenten der Ratsmehrheit aus CDU und SPD, die sich auf die Ausführungen eines beauftragten Sachverständigen berufen. Dieser bescheinigte Zülpich im Grundschulbereich eine „ungesunde Schulstruktur“ mit zu vielen Kleinststandorten, was u.a. bei der Lehrerversorgung und Klassenbildung auch in Zukunft Probleme bereiten wird. Sie stimmen dagegen, dass möglicherweise Kinder, die an der Chlodwigschule angemeldet werden, zukünftig gegen den Elternwillen in Füssenich unterrichtet werden.

Wie Sie sich auch entscheiden sollten: Gehen Sie am 8.9. bitte zur Wahl oder beantragen Sie Briefwahl. Eine hohe Wahlbeteiligung führt naturgemäß auch zu einer größeren Akzeptanz für die getroffene Entscheidung.
Deshalb kritisieren wir auch an dieser Stelle die mehrheitlich getroffene Entscheidung des Rates, den Bürgerentscheid nicht zusammen mit der Bundestagswahl am 22.9. stattfinden zu lassen. Es wäre fatal, wenn ein NichtErreichen des erforderlichen Quorums (20 % der Wahlberechtigten stimmen mit JA und stellen die Mehrheit) ausschlaggebend für das Scheitern des Bürgerentscheides wäre.

Also, werden Sie am 8. September Bürger-Mit-Wirkung!