16.04.2018: Erfreuliche Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen – Schulpolitik erfordert ständige Anpassungen

 

Letzten Monat haben wir an dieser Stelle von erfreulichen Anmeldezahlen an unseren Grundschulen berichtet. Dieser Trend setzt sich nun auch an den drei weiterführenden Schulen auf dem Campus fort. Es können insgesamt zehn Eingangsklassen gebildet werden, womit wir auf dem Niveau der um 7000 Einwohner größeren Stadt Mechernich liegen.

 

 

Noch viel wichtiger ist, dass sich die Schüler auch recht harmonisch auf Gymnasium (4 Kl.), Realschule (4 Kl.) und Hauptschule (2 Kl.) verteilen. Deshalb werden wir erneut auch einen vierten Zug auf der Realschule aufnehmen. Es sind jedoch noch weitere Aspekte hinzugekommen. So ist die Ablehnung von Schülern in der Auswahl stark reglementiert und hat als Hauptkriterien unter anderem die Geschlechterverteilung und Geschwisterregelung. Es kann also nicht wie erhofft die Grundschulempfehlung als Grundlage genommen werden. Im Zweifel hätten also bis zu 15 Kinder mit Realschulempfehlung abgelehnt werden müssen. Dieses Risiko möchte niemand eingehen.

 

In Zeiten des Baubooms kann alleine die Realisierung eines oder mehrerer Baugebiete die Schulpolitik vor neue Herausforderungen stellen. In den letzten Monaten gibt es positive Signale für die geplanten Neubaugebiete im Bereich Seegärten und Römergärten, die ein hohes Schülerpotential im Stadtkern mit sich bringen.

 

Deshalb hat der Rat beschlossen, einen neuen Schulentwicklungsplan aufzustellen. Auf dieser Grundlage wird dann zu beraten sein, wie wir in Zukunft mit unserem Schulcampus für die steigenden Schülerzahlen gewappnet sein werden. Eine große Mehrheit des Rates geht diese Frage hierbei gleichzeitig verantwortungsvoll für unsere Kinder an, aber auch für die Steuerzahler (Grundsteuer B). Auch wir haben dabei immer betont, dass die geplanten Neubaugebiete in der Kernstadt bei Realisierung eine neue Betrachtung notwendig machen.

 

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt die hohe Abhängigkeit von Schülern des Kreises Düren und die fehlende Bindung der Zülpicher Ortsteile. Diese Schüler kommen häufig aus Grundschulen mit OGS und finden anschließend in unserem Schulzentrum kein passendes Folgeangebot. Deshalb sollten die Schulen den Arbeitskreis Mensa beispielsweise noch besser unterstützen, künftig wieder ein gutes Mittagsangebot im Forum anbieten zu können. Als neueste Hürde ist hier das Thema Aufsichtspflicht zu lösen.