19.02.2018: Grün ist die Hoffnung

 

Dieser Satz aus der Überschrift passt hervorragend zum letzten Amtsblatt-Artikel der Grünen-Fraktion. Hier wurden einige Themen aus dem Schulausschuss derart haarsträubend behandelt, dass eine Reaktion darauf notwendig ist.

 

 

Sehr wohlfeil wünschen sich die Grünen eine „neue Gesprächskultur“: Eltern, Schüler und Lehrer sollten hier mit im Boot sein. Damit wird der Eindruck erweckt, dass dies bislang nicht der Fall war. Dabei hat gerade der Schulausschuss in den letzten Jahren mit den Arbeitskreisen „Raumkonzepte“ und „Mensa“ in beispielloser Art und Weise alle Betroffenen an einen Tisch geholt und unzählige Sitzungen, Ortsbegehungen und Treffen mit externen Anbietern absolviert. Leider haben gerade die Vertreter der Grünen dabei am häufigsten gefehlt.

 

Beim Thema Realschule sehen sie „durchaus Vorteile darin, die Realschule vierzügig fortzuführen“. Hier zündeln die Grünen wieder einmal ohne Not am Schulfrieden, da dieses Thema einvernehmlich durch Verwaltung, Politik und Schulleitung geklärt wurde. Fast alle Fraktionen sind bemüht, dass durch den Bürgerentscheid gewünschte dreigliedrige Schulsystem auch zukünftig zu erhalten. Dafür brauchen wir aber auch Hauptschüler und Gymnasiasten. Eine dreizügige Realschule trägt zur Stabilisierung der Anmeldezahlen an den anderen Schulen bei. Einen Tagesordnungspunkt im Schulausschuss braucht es hierfür nicht, denn die Realschule ist dreizügig ausgerichtet.

 

Beim Thema Mittel aus dem Projekt „Gute Schule 2020“ behaupten die Grünen, der Ausschuss hätte sich nicht mit der Verwendung der Mittel beschäftigt und wollen Glauben machen, dass die Schulen hier kein Mitspracherecht hatten. Beides ist unwahr: Die Schulen haben sogenannte „Wunschzettel“ an die Verwaltung gerichtet, im Ausschuss wurde schließlich die Verwendung der Mittel für das laufende Haushaltsjahr beschlossen.

 

Ein absolut dümmlicher Angriff auf den Schulfrieden ist die Forderung nach einem Anbau der Chlodwigschule. Dieser wurde u.a. für die Erweiterung der OGS längst beschlossen, sogar ohne Finanzierungsvorbehalt. Auch wenn keine Fördermittel generiert werden können, ist diese Maßnahme sicher!

 

Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten, weshalb man einen solchen Unsinn zu Papier bringt: Entweder Boshaftigkeit oder völlige Ahnungslosigkeit. Unsere Hoffnung ist daher, dass der Einfluss der Zülpicher Grünen auf die reale Politik unserer Stadt so gering wie bisher bleibt.