WDR-Berichterstattung: Ein Hauch von Lügenpresse

 

Gerade in Zeiten, in denen eine wachsende Zahl von Bürgerinnen und Bürgern Zweifel an der Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben, sollten Journalisten alles vermeiden, was diesen Eindruck noch verstärkt.

 

Gerade deshalb hat uns ein kürzlich erschienener Beitrag der WDR Lokalzeit, genauso wie viele andere Zülpicher, sehr verärgert. Dies war der Kommentarfunktion der WDR-Homepage gut zu entnehmen.
 

 

Der Bericht drehte sich bereits zum wiederholten Mal um den Tenor, dass in Zülpich nach der Landesgartenschau wieder „tote Hose“ sei. Befragt wurden hierzu mehrere Zülpicherinnen und Zülpicher, die scheinbar allesamt in dieselbe Kerbe schlugen und den Reporter in seiner Meinung bestätigten. Als der einzige unbelehrbare Zülpich-Fan wurde der Bürgermeister dargestellt, aber Zitat: „Der muss das ja so sagen“.

 

Als Krönung der völlig tendenziösen Berichterstattung wurde dann auch noch der Badesee vollkommen diskreditiert, da man sich wegen der Bakterien im Wasser „den Mund zuhalten“ müsse. Ein absolut rufschädigender Vorwurf, zumal nur einen einzigen Tag ein Bakterienproblem vermutet wurde und der Wassersportsee ansonsten regelmäßig gute Wasserwerte bescheinigt bekommt.

 

Befragt man den einen oder anderen Interviewpartner, so erhält man zudem den Hinweis, dass ausschließlich die negativen Aussagen der Leute ausgewählt und alles Positive im WDR-Beitrag überhaupt nicht erwähnt wurde.

 

Hier hat also ganz offensichtlich ein Journalist sich das Material zusammengebastelt, das er für seinen in der Tendenz von vornherein feststehenden Bericht brauchte. Mit neutraler Berichterstattung hat dies nichts mehr zu tun und erwarten würde man ein solches Vorgehen eigentlich nur von den unseriösesten unter den Privatsendern.

 

Sehr positiv war die Reaktion vieler Zülpicher, die den WDR regelrecht mit empörten Emails überflutet haben. Die Kritik ist beim WDR jedenfalls angekommen, wie man an Beiträgen auf Facebook sehen kann.

 

Wir sind als Oppositionsfraktion im Zülpicher Rat auch nicht dafür bekannt, Dinge in Zülpich nur schönzureden, ganz im Gegenteil. Ein solch regelrechter Rufmord an unserer Stadt ist jedoch vollkommen inakzeptabel und muss mit vereinten Kräften zurückgewiesen werden.

 

An diesem Beispiel wird jedenfalls deutlich, dass auch die freie Presse immer einer Kontrolle durch aufgeklärte und couragierte Bürgerinnen und Bürger bedarf.