Vorbildliche Flüchtlingsarbeit in Zülpich

 

Mehr als 300 Flüchtlinge hat die Stadt Zülpich mittlerweile aufgenommen. Wenn Sie diesen Artikel lesen, hat sich die Zahl gegenüber August diesen Jahres (180 Personen) bereits verdoppelt.

 

Trotz dieser enormen Steigerung herrscht in unserer Stadt kein Chaos wie an anderen Ecken Deutschlands. Ganz im Gegenteil: Dank der vorbildlichen Arbeit unzähliger Ehrenamtler ist Zülpich sogar mit positiven Schlagzeilen in der Öffentlichkeit vertreten. Diesen ehrenamtlichen Helfern gebührt unser Respekt und Dank.

 

Auch die Verwaltung hat sehr flexibel auf die Herausforderungen reagiert und Personal aus anderen Abteilungen abgeordnet, um das Sozialamt bei der Bewältigung der zahlreichen Aufgaben zu unterstützen.

 

Da weiter mit steigenden Flüchtlingszahlen zu rechnen ist, bleibt die Bereitstellung von Wohnraum die größte Herausforderung. Hier arbeiten Politik und Verwaltung an kreativen und ausgewogenen Lösungen. Das Ziel dieser Bemühungen ist neben der menschenwürdigen Unterbringung von Flüchtlingen auch der Erhalt der Infrastruktur für unsere Bevölkerung. Daher wollen wir solange es irgendwie möglich ist beispielsweise auf Turn- und Sporthallen als Unterkünfte verzichten.

 

Zwischenzeitlich scheint auch die Einsicht bei Bund und Land zu wachsen, dass die Kommunen nicht auf den Kosten für die Flüchtlingsunterbringung sitzen bleiben dürfen. Die Verwaltung rechnet mittlerweile mit einer stark verbesserten Refinanzierung durch höhere Ebenen, die Stadt Zülpich müsste damit im besten Fall nur noch für rund 20% der anfallenden Kosten aufkommen. Auch dies kann dazu beitragen, die Akzeptanz für die große Aufgabe auch in breiten Bevölkerungsschichten aufrecht zu erhalten.

 

Wir wünschen allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern weiterhin viel Kraft für ihre wichtige und vorbildliche Arbeit.